Lewy-Body-Demenz Kurz und Bündig

Veröffentlicht am 2. März 2026 um 15:36

Lewy-Body-Demenz

© Michael Bleek, Der Gerontotherapeut, 2025

 

Die Lewy-Body-Demenz ist eine Demenzform zwischen Alzheimer und Parkinson.

Ursache sind Eiweißablagerungen (Lewy-Körperchen) in Gehirnzellen, die vor allem Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Bewegung beeinflussen.

Das führt zu einem sehr schwankenden Krankheitsbild – an manchen Tagen wirken Betroffene erstaunlich klar, an anderen fast verwirrt oder „wie weg“.

Dieses Auf und Ab ist typisch und wichtig zu erkennen.

Typische Hauptmerkmale

  1. Starke Tagesschwankungen der geistigen Klarheit

– z. B. am Morgen verwirrt, nachmittags plötzlich orientiert.

  1. Optische Halluzinationen

– häufig sehr klar und detailliert („Tiere“, „Menschen“, „Schatten“).

– Betroffene sehen sie als real.

  1. Parkinson-ähnliche Bewegungsstörungen

– langsame Bewegungen, Muskelsteife, kleiner werdender Gang.

  1. Schlafstörungen mit „Ausagieren“ von Träumen

– Betroffene bewegen oder rufen im Schlaf, greifen, treten.

– Für Angehörige oft belastend.

Wichtig für Pflege & Betreuung

Keine Diskussion über Halluzinationen.

Nicht abstreiten – sanft umlenken und Sicherheit vermitteln.

Sturzgefahr beachten – Bewegungsstörungen stabilisieren.

Nur sehr vorsichtig Neuroleptika einsetzen – viele Betroffene reagieren darauf massiv empfindlich (ärztliche Rücksprache Pflicht!).

Tagesstruktur reduzieren, keine Überforderung durch zu viele Reize.

Kernbotschaft:

Sicherheit, ruhiges Tempo, Reizreduktion.

Die Erkrankung schwankt – also nicht die Person, sondern die Symptome beurteilen.

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