Lewy-Body-Demenz
© Michael Bleek, Der Gerontotherapeut, 2025
Die Lewy-Body-Demenz ist eine Demenzform zwischen Alzheimer und Parkinson.
Ursache sind Eiweißablagerungen (Lewy-Körperchen) in Gehirnzellen, die vor allem Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Bewegung beeinflussen.
Das führt zu einem sehr schwankenden Krankheitsbild – an manchen Tagen wirken Betroffene erstaunlich klar, an anderen fast verwirrt oder „wie weg“.
Dieses Auf und Ab ist typisch und wichtig zu erkennen.
Typische Hauptmerkmale
- Starke Tagesschwankungen der geistigen Klarheit
– z. B. am Morgen verwirrt, nachmittags plötzlich orientiert.
- Optische Halluzinationen
– häufig sehr klar und detailliert („Tiere“, „Menschen“, „Schatten“).
– Betroffene sehen sie als real.
- Parkinson-ähnliche Bewegungsstörungen
– langsame Bewegungen, Muskelsteife, kleiner werdender Gang.
- Schlafstörungen mit „Ausagieren“ von Träumen
– Betroffene bewegen oder rufen im Schlaf, greifen, treten.
– Für Angehörige oft belastend.
Wichtig für Pflege & Betreuung
Keine Diskussion über Halluzinationen.
Nicht abstreiten – sanft umlenken und Sicherheit vermitteln.
Sturzgefahr beachten – Bewegungsstörungen stabilisieren.
Nur sehr vorsichtig Neuroleptika einsetzen – viele Betroffene reagieren darauf massiv empfindlich (ärztliche Rücksprache Pflicht!).
Tagesstruktur reduzieren, keine Überforderung durch zu viele Reize.
Kernbotschaft:
Sicherheit, ruhiges Tempo, Reizreduktion.
Die Erkrankung schwankt – also nicht die Person, sondern die Symptome beurteilen.
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