Mein Weg

 

 

Mein beruflicher Weg war kein gerader – aber ein konsequenter Weg.

Aufgewachsen bei meinen Großeltern habe ich früh gelernt, was Verantwortung, Nähe und Lebensgeschichte bedeuten. Die letzten Jahre ihres Lebens durfte ich sie intensiv begleiten. Diese Erfahrung prägt meine Arbeit bis heute.

Nach meiner ersten Ausbildung zum Restaurantfachmann war ich viele Jahre in der Gastronomie tätig. Später folgte eine Weiterbildung im Bereich Veranstaltungsmanagement am Berufsförderungszentrum sowie praktische Erfahrungen unter anderem in der Grugahalle Essen. Ein Arbeitsunfall und die Auswirkungen der Corona-Zeit führten jedoch zu einer erneuten beruflichen Neuorientierung – und zu einer grundsätzlichen Frage:
Wo liegt mein eigentlicher Auftrag?

 

Die Antwort fand ich im Bereich der Gerontologie.

Ein Praktikum in einem Seniorenheim bestätigte meinen Eindruck: Hier wollte ich wirken. Es folgten die Ausbildungen zum Seniorenbegleiter, die Qualifikationen LG 1 und LG 2, Trauer- und Sterbebegleitung sowie schließlich die Weiterbildung zum Gerontotherapeuten. Mein Anerkennungspraktikum absolvierte ich im Marienkrankenhaus Schwerte – einer Einrichtung mit ausgeprägter gerontologischer Kompetenz wo ich viel lernen durfte und tiefe Einblicke medizinisch bekam.
Parallel machte ich eine Ausbildung zum Hypnosemaster und absolvierte einige Praktika bei damaligen Kollegen bei denen ich hospitieren durfte.
In dieser Zeit vertiefte ich nochmals mein psychologisches Wissen und meine Sprachfertigkeiten. Was für viele eine Beeinflussung (gegen den Willen) ist, ist Hypnose wenn man es richtig definiert eine Aufmerksamkeitslenkung mit einem Auftrag den der Klient einem gibt und zu seinem  Wohle anwendet. Der Hypnotiseur ist dabei nur Werkzeug, nicht mehr und nicht weniger!

Im Anschluss übernahm ich die Position als stellvertretende Sozialdienstleitung in einer Senioreneinrichtung mit rund 140 Bewohnern. Diese Zeit war lehrreich, intensiv und prägend. Sie zeigte mir sowohl die Potenziale als auch die strukturellen Herausforderungen innerhalb des Systems.

 

Parallel dazu wuchs meine Plattform „Der Gerontotherapeut“. Was als fachlicher Austausch begann, entwickelte sich zu einer stetig wachsenden Community. Seminaranfragen, Vorträge und schließlich Buchprojekte erweiterten mein Tätigkeitsfeld zunehmend.

 

Bereits zuvor war ich mehrere Jahre als Trauerbegleiter tätig. Später folgte eine einjährige Ausbildung zum Familienbegleiter für Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern. Die ehrenamtliche Begleitung von Kindern und Jugendlichen in Trauersituationen war eine besonders intensive und erfüllende Erfahrung.

Ein weiteres Herzensanliegen war mein Engagement bei „Ubaka – Urban Bulldogs Against Kids Abuse“, einer Initiative zum Schutz von Kindern in enger Verbindung mit dem Kinderschutzbund. Auch wenn ich dieses Engagement aus beruflichen Gründen beenden musste, bleibt die Verbundenheit bestehen.

 

Wie ich denke 
Eine Freundin nannte mich mal, dass ich eine Mischung aus Rocker und Buddha sei. Ein wenig finde ich mich darin wieder.
Ich mag die Ruhe und das Tiefsinnige und bin auch gern mal allein. Genauso mag ich das Laute, Menschen um mich rum, Aktion und wo was los ist und man gefordert wird.
Ich würde mich schon als direkt beschreiben und spreche auch Dinge und Themen an, die viele eher diese meiden.
Ich habe eine sehr hohe Toleranz und Empathie. Bin aber auch in der Lage klare Grenzen zu setzen.
Ich handle nach ethischen, statt nach religiösen Grundsätzen, wobei ich natürlich christlich religiös, buddhistisch und spirituell geprägt wurde.
Auch pauschalisiere ich nicht sondern sehe jeden Menschen als Individuum.
Bei mir gibt es in den meisten Fällen ein Sowohl als Auch statt nur ein "Entweder - Oder" und versuche immer die Dinge im Kontext zu betrachten, als etwas aus dem Zusammenhang zu reißen.
Einer meiner buddhistischen Mentoren sagte damals mal zu mir: "Du magst Recht haben, bedenke aber, dass der andere auch Recht haben kann".
Und Jesus sagte: "Drum werfe den ersten Stein"

 

Heute verbinde ich all diese Erfahrungen in meiner Arbeit:
Praxis, Ausbildung, persönliche Geschichte und klare Haltung.

 

Gerontotherapie und Seniorenbegleitung sind für mich keine Berufstitel oder Randerscheinung (genauso wie das Begleiten von Kindern und Familien in schweren Lebenszeiten).
Es ist eine Verantwortung gepaart mit einer humanistischen Haltung und Respekt vor jeder Lebensphase und jedem Menschen, egal welchen Alters, Hautfarbe, Geschlecht, sexuellen Neigung oder Religion.
Für mich zählt nur der Mensch!

Ihr
Michael Bleek, Der Gerontotherapeut