Demenz ist mehr als Vergesslichkeit“ – was Angehörige wissen sollten

Veröffentlicht am 2. März 2026 um 10:30

Demenz ist mehr als Vergesslichkeit“ – was Angehörige wissen sollten

© Michael Bleek, Der Gerontotherapeut, 2025

 

Demenz wird oft mit schlichtem Vergessen verwechselt. Doch es steckt weit mehr dahinter. Angehörige sollten sich dieser Aspekte bewusst sein, um besser zu verstehen und zu begleiten:

 

  1. Nicht nur Gedächtnisverlust

Menschen mit Demenz verlieren nicht bloß Erinnerungen — auch Orientierung, Vertrautes, Sicherheit und Selbstverständlichkeit können schwinden.

 

  1. Verändertes Erleben & Wahrnehmung

Tagesabläufe, die uns selbstverständlich erscheinen, können überwältigend sein. Geräusche, Muster, Lichtverhältnisse oder Gerüche können stressen.

Auch Sinnestäuschungen, Wahnvorstellungen oder verzerrte Wahrnehmungen sind möglich.

 

  1. Typische Verhaltensweisen

Wiederholungen: Dieselben Fragen oder Handlungen mehrmals.

Nächtliche Unruhe / Wandern – oft Ausdruck von Verunsicherung.

Aggressives Verhalten – nicht selten ein Hilferuf in Überforderung.

 

  1. Kommunikation mit Einfühlung

Langsamer, klarer sprechen

Blickkontakt halten

Einfache Bilder und Worte wählen

Geduld zeigen — jeder Moment zählt

 

  1. Die eigene Rolle neu definieren

Als Angehöriger wird man oft zur Expertin / zum Experten für Demenzbetreuung. Aber man darf nicht vergessen: auch man selbst braucht Unterstützung.

 

  1. Hilfen & Ressourcen nutzen

Selbsthilfegruppen / Austausch mit anderen Betroffenen

Beratungsstellen, Alzheimer-Vereine

Entlastungsangebote (z. B. Tagespflege, stundenweise Pflegeservice)

Wissensaufbau: Je mehr man versteht, desto besser kann man handeln

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