Validation – Kurzmanual für den Alltag mit Demenz
© Michael Bleek, Der Gerontotherapeut, 2025
Validation bedeutet, Menschen mit Demenz in ihrer Gefühlswelt abzuholen, anstatt sie zu korrigieren.
Nicht der Fakt steht im Mittelpunkt – sondern das gefühlte Erleben.
Wenn das Gedächtnis nachlässt, sprechen Menschen stärker aus Emotionen und Erinnerungsfetzen.
Darum hilft es wenig, etwas „richtigzustellen“. Sicherheit entsteht nicht durch Logik, sondern durch Annahme.
Grundprinzipien
- Annehmen statt widersprechen
→ „Ich verstehe dich. Es ist in Ordnung, wie du dich fühlst.“
- Gefühle spiegeln
→ „Du wirkst unsicher. Ich bleibe bei dir.“
- Biografie einbeziehen
→ Alte Lebenserfahrungen geben Halt – nutze vertraute Namen, Orte und Erinnerungen.
- Ruhig bleiben, klar sprechen
→ Langsam, warm, zugewandt. Nicht drängen. Nicht belehren.
Hilfreiche Sätze im Alltag
„Ich höre dir zu. Erzähl mir davon.“
„Du bist sicher. Ich bin hier.“
„Wir machen das gemeinsam.“
„Wie hast du das früher gemacht?“
Validation bedeutet:
Weniger erklären. Mehr fühlen lassen. Mehr Würde. Mehr Ruhe.
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